Dr.-Ing. E.h. Manfred Wittenstein

Sprecher der Allianz Industrie 4.0 und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wittenstein SE

Industrie 4.0 bedeutet, altbewährte Erfolgsrezepte auf den Prüfstand zu stellen. Dies gilt vor allem auch für Unternehmen, die bereits einen Markt erobert haben. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss immer wieder neue Möglichkeiten für das eigene Unternehmen prüfen und Raum für neue Ansätze schaffen. Wenn es darum geht, neue Ideen zu entwickeln und auszuprobieren, ist ein junges, dynamisches Start-up der ideale Partner. Ich kenne mittlerweile viele Unternehmerinnen und Unternehmer, die offen und bereit sind für Kooperationen mit Start-ups. Gerade wir Mittelständler sind tatkräftig, hochinnovativ und schnell in der Umsetzung. Unsere Kooperationen fußen in erster Linie auf Vertrauen zwischen Persönlichkeiten und nicht auf mehrseitigen Verträgen.

Warum tauschen qualifizierte Absolventen so oft die Sicherheit einer Festanstellung gegen das ungewisse Abenteuer Start-up? Lange Arbeitstage und zahlreiche Rückschläge stehen der Unabhängigkeit und Verwirklichung eigener Ideen gegenüber. Und auch wenn diese Ideen noch so vielversprechend sind – eine Garantie für den wirtschaftlichen Erfolg ist nicht automatisch vorprogrammiert. Gute Lösungen scheitern meist nicht an einem Mangel an Kreativität oder der ersten Anschubfinanzierung. Es ist der Sprung in die Unternehmenspraxis, der für viele Gründerinnen und Gründer zur unüberwindbaren Hürde wird.

Genau hier setzt unsere Initiative „Start-up the Future“ an: Die Plattform schließt die Lücke zwischen jungen Technologieunternehmen und etablierten Betrieben. Dieser Zusammenschluss birgt großes Wachstums- und Entwicklungspotenzial für beide Seiten. Unternehmen trifft Unternehmen!

Allen Teilnehmern wünsche ich viele gute Ideen, den Mut, diese gemeinsam umzusetzen und natürlich viel Erfolg bei allen Projekten!